Stellungnahme zur Trennung von Kirche und Staat

Von BEFG-Generalsekretär Dr. Maximilian Zimmermann

Eine Passage in einem Entwurf des Wahlprogramms der AfD in Sachsen-Anhalt hat in den letzten Monaten für Aufsehen gesorgt. Darin hatte die Partei eine inhaltliche Nähe zu, ich zitiere, ‚Freikirchen, Baptistengemeinden und orthodoxen Kirchen‘, Zitatende, behauptet und dies in einen Kontrast gesetzt zu den im Entwurf des Wahlprogramms sogenannten, ich zitiere, ‚Kirchensteuerkirchen‘.

Auf Anfrage des Evangelischen Pressedienstes hat unser Bund in Person unseres Pressesprechers, Dr. Michael Gruber, darauf reagiert und sich gegen eine Vereinnahmung durch die Partei verwahrt. Er schreibt, und ich zitiere:

‚Ich sehe in der zitierten Passage des Wahlprogrammentwurfs den Versuch einer politischen Instrumentalisierung unseres Bundes und unserer Gemeinden. Der BEFG zeichnet sich durch eine theologische und kulturelle Vielfalt aus. Unsere Gemeinden verstehen sich als offene Räume für Menschen unterschiedlicher Herkunft und politischer Überzeugungen. Eine pauschale Zuordnung oder gar Vereinnahmung unseres Bundes durch eine politische Partei widerspricht unserem Selbstverständnis fundamental.‘

Gerade in diesen Zeiten wollen wir als Gemeinde Jesu Christi und als Bund für die Werte und Inhalte unseres Glaubens einstehen, und gleichzeitig wollen wir das heute und in Zukunft tun, und zwar unabhängig und getrennt von jeglicher politischer Einflussnahme von allen Seiten.“

 
Foto & Video: BEFG